1478-1523 Marxbruder Nicklaus Bruckner

Nicklaus Bruckner, der Messermacher, trat am Montag, dem 6. November 1519, in das Haus der Nürnberger Zwölfbrüderstiftung ein. Die Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen waren eine gemeinnützige Organisation, die den alten und nicht mehr arbeitsfähigen Handwerkern ein gut versorgtes Alter in einer mönchartigen Gemeinschaft ermöglichen sollte. Dort starb Bruckner am 5. April 1523. Er war ein Meister der Marxbrüder gewesen, wie der Löwe mit den gekreuzten Schwertern im Bild des Hausbücher niclas pruckner erkennen kann.

Aus dem Stadtarchiv Nürnberg

Nach den Büchern des Stadtrates von Nürnberg wurde er mehrfach zur Fechtschule in Nürnberg zugelassen.

  • 20. Juni 1478 – Nicklaus Bruckner darf Sonntags nach dem Gottesdienst Fechtschul haben. Aber er soll es geordnet und bescheiden machen.
    “Item Niclausen pruckner ist vergönnt schirmschule hey zu halten an den sonntagen nach den predigten, aber die es ist zuchtiglich und bescheiden halten”.
  • Januar 1479 – Der Bruckner darf Fechtschul haben, aber er soll mit den Stadtwachen sehen, dass nichts Unkorrektes geschieht.
    „dem pruckner ist vergonnt Schirmschul zu halten, doch das er mit dem Stattknechten verfug, das kein unzucht beschee“
  • später im Jahr 1479 – Der Bruckner darf zwischen heute und dem Fasching (dem Datum des Beginns der katholischen Fastenzeit) einen Fechtschul haben.
    „dem pruckner ist vergönnt ein Schirmschul zu halten, zwischen hie und Vasnacht“
  • Ende 1495 – Bruckner darf Fechtschul am Sonntag Cantate (19. Mai) haben, aber es soll ordnungsgemäß durchgeführt werden.
    “dem Pruckner ist vergönnt ein Fechtschul zu halten auf Sonntag Cantate schirst, doch das es damit züchtlich gehalten werde“.

Nachfahren

Die Familie von Bruckner scheint dem Handwerk von Messermachern und Schwertpolierern zu folgen. Niclaus Pruckner hatte wahrscheinlich einen Sohn namens “Friedrich Pruckner”. Friedrich war ein “Schwertfeger” und war Nürnbergburger nach dem “Bürgerbuch” – Bürgerbuch de 1456-1534, M. S. 237, Fol. 12. Es gab einen Hanns Pruckner, ein Messermacher in Nürnberg, der 1571 als Geselle starb: “Hanns Pruckner, Bote. junger gesell ufm Seumarckt “, so “Die Inschriften der Friedhöfe zu Nürnberg “, Peter Zahn, 2000.

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