Einführung in das Lange Messer

Das Lange Messer ist eine Hieb- und Stichwaffe aus dem Mittelalter, das sich besonders im 15. und 16. Jahrhundert großer Beliebtheit als Beiwehr erfreut hat. Wir haben eine umfangreiche Menge an Anleitungen durchforscht, um diese Lehre in einen modernen Unterricht strukturiert zu vermitteln (siehe Artikel “Fechtbücher zum Langen Messer“). Die Untersuchung von Orginalwaffen ermöglicht uns die breite Vielfalt dieser Waffe zu erkennen und deren Eigenschaften im Unterricht einzubringen (siehe Artikel “Waffentyp: Langes Messer“).

Das Lange Messer ist neben dem Ringen die wichtigste Lehre in der Fechtkunst. Es dient der Vermittlung aller Prinzipien und Techniken des Kampfes mit einer Waffe in einer Hand und der leeren zweiten Hand. Ob nun Stockkampf oder Schwertkampf mit dem großen Schild: die Grundlagen werden durch die Lehre des Langen Messers vermittelt.

Durch die Länge ist es das Bindeglied zwischen Ringen mit und ohne Dolch und den zweihändig geführten Waffen. Diese Brückenfunktion wird von keiner anderen Waffe so gut abgebildet. Das Rappier und der Dussak spielen in späteren Jahrhunderten eine ähnliche Rolle, doch sind sie zum Beispiel für das Erlernen des Stockkampfes nicht so hilfreich, da sie über einen soliden Handschutz verfügen und dies auch in den Techniken weidlich ausnutzen.

Das Lange Messer wird in der Fechtfabrik im Regelunterricht angeboten. Einsteigen kann mann oder frau jederzeit. Wer gerne erstmal etwas lesen will, kann in unseren Fachartikeln zu dem Langen Messer stöbern.

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