Fechtschulabteilung “Fechtfabrik Frankfurt”

Foto: Markus Künzel

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Antoine de Saint-Exupery (Werk: Die Stadt in der Wüste / Citadelle)

Die Marxbrüder wurden aus der Sehnsucht der Wiederbelebung der Meisterprüfung geboren. Aber das ist die Paradiesinsel im Ozean und wir müssen ein Schiff bauen. Dazu braucht es eine Mannschaft und Ressourcen. Es nutzt nichts, wenn sich jeder als Kapitän sieht und keiner Bauarbeiter sein will. Die Mannschaft eines Vereins der Historischen Fechtkunst sind Historische Fechter. Daher kommt denjenigen Abteilungen besondere Rolle zu, die aktive Fechter an sich binden können.

Ein Experiment beginnt

Die diesbezüglich sehr erfolgreich arbeitende Abteilung “Fechtfabrik Frankfurt” entstand aus der Arbeitsgruppe Meisterschule, welche experimentell eine verbesserte Methodik der Vermittlung Historische Fechtkunst evaluierte. Das so genannte “Offene Training der Marxbrüder” bot einen gesamtheitlichen, übergreifenden Unterricht von zwei Instruktoren gleichzeitig. Wer an dem “Offenen Training” teilnahm, beteiligte sich an den Mietkosten für die Halle, so dass die Maßnahme finanziell neutral gestellt war. Bis auf die beiden Instruktoren, welche in der AG “Meisterschule” aktiv waren, gab es keine feste Gruppe.

Über zwei Jahre wurde der gemeinsame Ausbildungsplan evaluiert. An dem Lehrplan, der seinen Ursprung in 2008 hatte und somit schon erprobt war, wurde enorm gefeilt und optimiert. Das Endprodukt war ein funktionierender und überzeugender Lehrplan, der alle Ritterlichen Wehren verbindet und eine parallele Ausbildung der Fechter erlaubt. Dieser Lehrplan bildet heute das Grundgerüst der fechterischen Ausbildung, als empfohlener aber nicht-exklusiver Weg zur Meisterschaft.

Experiment gelungen, der Patient lebt

Nach Abschluss der Evaluierung im Dezember 2017 beschlossen die Teilnehmer, welche inzwischen zu einer Gemeinschaft geworden waren, in den Verein der Neuen Marxbrüder einzutreten, und dort dier Aufstellung einer Abteilung zu beantragen. Am 26. Januar 2018 hat sich die Arbeitsgruppe “Fechtfabrik Frankfurt” gemäß §5.3 der Satzung die Organisationsform “Abteilung” gegeben.  Der Vorstand hat keinen gewichtigen Grund zur Ablehnung des Antrags gesehen und dem Schritt gerne zugestimmt. Als Fachleiter wurde das Mitglied Richard Cole bestimmt. Die Abteilung hat sich eine Ordnung gegeben, welche im Antragsformular jedem eventuellen Mitglied bekannt gegeben wird:

Download: Antrag Mitgliedschaft Fechtschul Frankfurt

Aufgaben des Vereins ist Abteilungsarbeit

Fachliche Aufgabe der Abteilung ist die Organisation von geregeltem Unterrichts in Historischer Fechtkunst in Frankfurt am Main und Umgebung. Damit wird der Aufgabe des Vereins laut §2.3 der Satzung in folgendem Bereich umgesetzt:

„Der Verein stellt die Organisation und Räumlichkeiten für Schulungen (Einzelveranstaltungen, Workshops oder Regelunterricht) oder Seminare für die Historische Europäische Kampfkunst zur Verfügung.“

Die Abteilung unterstützt die in der Präambel der Satzung genannte regionale Betonung:

„Der Verein sieht sich in der Tradition der historischen Frankfurter Fechtervereinigung der Marxbrüder, St. Marco und Löwenberg,  mit einem regionalen Schwerpunkt in Frankfurt am Main und der näheren Umgebung.“

Die Abteilung wird eine Vielzahl von Seminaren und geregelten Unterricht abhalten. Sie verfügt aktuell noch nicht über einen eigenen Auftritt im Internet, vorläufig ist sie über www.fechtfabrik.de zu erreichen. Der zukünftige Auftritt wird unter frankfurt.fechtfabrik.de zu finden sein.

 

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