Johannisbrot

Johannisbrot

Jeder kennt die Kerne des Johannisbrot (Carob) als Karat. Ihr fast konstantes Gewicht galt als Garant für die Wiegemaße von Edelsteinen. Das Mehl des Johannesbrotbaums (Ceratonia silique, Bockshörndlbaum, Karubenbaum oder Karobbaum) ist stark klebend und wird daher oft als Geliermittel mit dem Nummerncode 440 in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Es ist fettarm, glutenfrei und vegan, somit bestens geeignet in Kombination mit anderen Geliermitteln als „Klebestoff“ in Brot, Eiskreme Verwendung zu finden. Es ist ein häufiger Bestandteil in Genussmittel die für Diabetiker geeignet sind.

Johannisbrot in Zahlen 

Johannisbrotkernmehl quillt im Darm stark auf. Für den Menschen ist Johannesbrotkernmehl trotz des süßlichen Geschmackes nicht dick machend. Denn die darin vorwiegend vorhandenen Zuckerstoffe Galactose (20 %) und Mannose (80 %) sind unverdaulich. In größeren Mengen aufgenommen kann es ab 20g Tagesdosis leicht abführende wirken. Daher findet man es auch in diätetischen Lebensmitteln zur Gewichtsabnahme. Neben den Zuckerstoffen enthält Johannesbrotmehl 35 bis 45 % hochmolekulare Kohlenhydrate (Stärke und Ballaststoffe), etwa 5 % Eiweiß und etwa 3,5 % Mineralstoffe und nur etwa 1 % Fett. Das Pulver enthält Vitamin A, B, Calcium und Eisen, wodurch es als diätetisches Lebensmittel und für Kinder geeignet ist. Johannisbrotkernmehl (Carob) gibt es im Bioladen oder in Online Kräutershops zu kaufen. 

Rezept

Aus dem Mittelalter sind uns zum Johannisbrot keine Rezepte überliefert. Doch in Nordspanien backt man noch heute nach traditionellen Rezepten das Pan de Algarroba. Das unten stehende Rezept lässt sich mit Zucker, Eier und Milch (anstatt Wasser) auch zu einem Kuchen anpassen. In Nordspanien werden auch gerne Nüsse und Datteln (entsteint) in das Brot gegeben.

  • 1 Tasse Johannesbrotmehl (100g)
  • 2 Tasse Dinkelmehl (200g)
  • 2 Tassen Weizenmehl (Vollkorn, 200g)
  • 1 Esslöffel frische Hefe (15g)
  • 1 Teelöffel Zucker (5g)
  • 2 Esslöffel geschmolzene Butter oder Öl
  • 1 Teelöffel Salz (5g)
  • 2 Tassen Wasser (300ml)

Backannleitung

Siebe die drei Mehle mindestens zweimal gemischt durch. Löse die Hefe in dem Zucker und etwas warmem Wasser auf. Lege das Mehl in Form eines Hügels auf die Arbeitsplatte und forme darin eine Kuhle. Darin gebe das Fett oder Öl und gelöste Hefe und füge warmes Wasser hinzu. Den oberen Teil kneten, um die Hefe zu aktivieren. Dann nach und nach das gesamte Mehl einkneten. Der Teig muss abgedeckt an einem warmen Platz eine halbe Stunde ruhen. Dann erneut durchkneten, in eine Kugel formen und 2 Stunden ruhen lassen. Die Kugel auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech (oder Backpapier) mit legen und oben ein Kreuz einschneiden. Das Brot wird im Ofen auf 225°C (ohne Umluft) etwa 30-40 Minuten gebacken.

Das Brot lässt sich auch wunderbar mit Leinsamen und weiteren Körnern zu einem leckeren Vollkornbrot, wie im Bild zu sehen, zubereiten. Es schmeckt hervorragend einfach nur mit Butter und etwas Salz, oder Käse.

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