Struktur der Übungsstände

gmn3227a-86r

Ein Übungsstand ist bei den Neuen Marxbrüdern generell in fünf Abschnitte unterteilt: im Ringen und Dolch sind dies diese fünf Schieben, Schlagen, Nahen, Tritte und Fühlen. In der bewaffneten Kunst sind diese fünf Abschnitte: Häue, Stiche, Leger, Tritte, Fühlen.

“Und wisse das alle hoebischeit kompt von deme ringen und alle fechten komen ursachlich und gruntlich vom ringen / Czum ersten das fechten mit dem langen messer / aus dem kumpt das fechten mit dem swerte”

Der Hintergrund zu der Unterscheidung zwischen bewaffneter und unbewaffneter Kunst liegt in der Reichweite und der Körpermechanik dieser Lehren. Dabei ist zu beachten, dass das Ringen und der Dolch aus verschiedenen Gründen als die Basis für alle anderen Wehren betrachtet werden. Was das Ringen betrifft wird dieser Umstand in unseren Quelle klar formuliert,  die Erweiterung des Ringens durch den Dolch (das kurze Messer zu Kampf) wird speziell in den Büchern Hans Talhoffers aber auch in anderen Fechtbüchern sichtbar. Somit gilt die Übertragbarkeit und die Anwendbarkeit der Gesetze und Prinzipien des Ringens in der bewaffneten Kunst.

Jeder der fünf Abschnitte ist gleich wichtig. Erst zusammen werden die Abschnitte durch Synergie zu einem Übungsstand. Jeder Übungsstand konzentriert sich auf eines der Fünf Wörter.

Alle Übungsstände aller Lehren sind didaktisch gleich aufgebaut. Dies soll den Fechter an den Kern der Lehre heranführen. Dadurch werden von Anfang an für jeden Fechter wichtige Überträge von einer Lehre in eine andere Lehre möglich.

Nachreisen Joachim Meyer 1570

Die Übungsstände Eins bis Drei haben letztlich das Ziel jeden Fechter in allen Wehren an das Nachreisen heranzuführen und es im vierten Übungsstand zu vermitteln. In der Handarbeit stellt es die Mindestanforderung für einen Meister dar. Somit stellt der Abschluss des Übungsstands Vier, die Grundvoraussetzung für die Meisterprüfung in der fechterischen Praxis und damit eine Säule der Ausbildung zum “Meister des Langen Schwertes”.

Die Übungsstände Fünf bis Sieben erweitern das Wissen des Fechters um fortgeschrittene Konzepte. Die Inhalte dieser Übungsstände werden im Detail nicht vorerst nicht veröffentlicht.

Dolch, Paulus Hector Mair

Übungsstände im Dolch

Der Dolch gehört zu den umfangreichsten Fechtlehren, die von mehreren Fechtmeistern ausgiebig betrachtet werden. Herausragend sind dabei Hans Talhoffer und ...
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Buckler und Schwert, Paulus Hector Mair

Übungsstände im Schwert und Buckler

Die Übungsstände im Schwert und Buckler sind im Schwerpunkt dem fränkischen Fechtbuch I.33 entnommen. Eine weitere Quelle ist der Zettel ...
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Ringen Paulus Hector Mair

Übungsstände im Ringen

Die Übungsstände im Ringen haben die Quellen Johannes Liechtenauer (GMN3227a), Ott Jud (ed. Hans Talhoffer) und Andre Liegnitzer als Ursprung ...
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langes messer

Übungsstände im Langen Messer

Die Übungsstände zum Langen Messer haben als Hauptquelle das umfangreiche Werk von Johannes Lecküchner. Die Übungsstände sind anspruchsvoller im generellen ...
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Mair, Paul Hector: De arte athletica I - BSB Cod.icon. 393(1, Augsburg, Mitte 16. Jh. [BSB-Hss Cod.icon. 393(1]

Übungsstände Halbe Stange

Die maßgebliche Quelle für die Übungsstände in der Halben Stange sind die Fechtbücher von Joachim Meyer im Manuskript und den ...
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Langes Schwert Paulus Hector Mair

Übungsstände im Langen Schwert

Das Lange Schwert ist das hauptsächliche Lehrinstrument der Liechtenauer Tradition. Die unten stehenden Übungsstände beziehen ihre Übungen, Techniken und Prinzipien ...
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