Fechten nach den Quellen als Techniksammlung

Die Fechtquellen weisen eine hohe Dichte an „Techniken“ auf, die scheinbar Antworten auf Aktionen des Gegners darstellen. Das heißt, das Fechten wird eine Art „Schachspiel“ mit Stahl in erhöhter Geschwindigkeit. Hat man genügend Antworten auf die Züge des Gegners gelernt und ist man dem Gegner einen Zug voraus, gewinnt man den Kampf. Unter dieser Annahme werden die Techniken der Quellen möglichst buchstabengetreu nachgetanzt und exakt so geübt wie man aus dem Text herausliest. Da die Techniken grundsätzlich mit einem Treffer = Erfolg enden, stellt sich bei dem einigermaßen korrektem und wiederholbaren Durchführen die Zufriedenheit über den subjektiven Lernerfolg ein. Continue Reading

Die Illusion “guter” Ausrüstung

In der Kampfkunst ergeben sich grundsätzlich drei Methoden zur Mitigation der Trefferwirkung:  Ausweichen,  Abwehren,  Rüstung. Ausschließlich die letztere lässt sich käuflich und somit schnell und in relativer Mühelosigkeit erwerben [i]. In den letzten Jahren sind alle Teile der Ausrüstung verbessert… Continue Reading