Über die Fechtfabrik

Die Planetenkinder und die freien Künste 1560

Die Fechtfabrik ist seit 2018 eine Abteilung des Vereins „Neue Marxbrüder zu Frankfurt am Main“. Jeder Verein wird durch seine Mitglieder bestimmt. Deren Geschichte wollen wir hier erzählen.

Zwei Klingen kreuzen sich

Im Jahr 2005 ergriffen Richard Cole und Jens Peter Kleinau im Offenbacher Verein Zornhau die Schwerter und prüften gegeneinander ihr Können. Jahrzehnte Kampfkunst Erfahrung prallten aufeinander und der gegenseitige Respekt wuchs genauso schnell wie ihre Freundschaft. Die gemeinsame Begeisterung für die Fechtkunst endete nicht, als Richard aus dem Verein Zornhau austrat, um 2007 seine Fechtschule „Stahl auf Stahl“ zu gründen.

Jens Peter blieb bei Zornhau, wurde dort im selben Jahr hauptverantwortlicher Trainer für Einhandwehren. Gleichzeitig wurde er Mitglied von „Stahl auf Stahl“ und half Richard mit seinem Wissen über Marketing und Organisation, die Fechtschule aufzubauen.

Zeit der Forschung

Über acht Jahre hinweg, trafen sie sich wöchentlich, um ihre Forschungsergebnisse auszutauschen. Richard erarbeitete sich ein tiefes Fachwissen in den deutschsprachigen Fechtquellen. Seine Forschungen erweiterte er, um die Parallelen zu den asiatischen Kampfkünsten aufzuschlüsseln. Dadurch erhielt er einzigarte Kenntnisse über die Prinzipien der Kampfkunst, die auch die alten Fechtmeister bewegten.

Im gleichen Zeitraum veröffentlichte Jens Peter einen Teil seiner Forschungsergebnisse auf dem internationalen Blog und reiste rund um die Welt – von Nordamerika bis Australien, um in Seminaren und Workshops die Fechtkunst zu lehren. Diese Anstrengungen wurden 2017 durch den Scholar Award als „Best Instructor“ geehrt.

Der Nukleus

Manchmal ist der Anlass für etwas Großartiges geradezu banal. So war das Ende des Mietvertrages für die Fechthalle von „Stahl auf Stahl“ der Geburtshelfer für die Entstehung der Fechtfabrik. Mit einer neuen Halle im Frankfurter Nordwesten entstand die Idee zu einem gemeinsamen Projekt. Die Fechtfabrik wurde Ende 2015 als Interessengemeinschaft aus Mitgliedern der Fechtschule „Stahl auf Stahl“ und des Vereins “Zornhau” gegründet, das regelmäßige Training begann im April 2016. Der Umbau einer ehemaligen Fabrikhalle für Steinmetzarbeiten zu einem Ort für die Kampfkunst dauerte über ein Jahr.

Eine starke Idee

Die Fechtfabrik stand von Anfang an unter dem Motto der Frankfurter Marxbrüder. Der 2014 gegründete Verein ruhte aufgrund von Fehlern, die in der Euphorie der Gründung gemacht wurden. Die Idee von Förderung der Qualität Historischer Fechtkunst ruhte aber nicht. Doch erst Januar 2018 konnten die ersten Umsetzungen mit der Wiederbelebung des Vereins beginnen.  Seit 26. Januar 2018 ist die Fechtfabrik nun eine Abteilung des Vereins “Neue Marxbrüder” und trägt den Namen “Fechtschule Frankfurt”.

Die Fechtfabrik führte als erstes druckbare Broschüren für Seminare ein. Jeder kann diese herunterladen und drucken. Teilnehmer erhalten diese ausgedruckt. Die Fechtfabrik veröffentlichte als erstes einen parallelen Ausbildungsplan für Fechter, Fechtlehrer und Fechtmeister. Die Fechtfabrik unterhält zwei der umfangreichsten Blogs für Historische Fechtkunst (englisch und deutsch).

Ein neuer Anfang

Mit der Wiederbelebung des Vereins „Neue Marxbrüder“ Ende 2017 wurde die Möglichkeit für andere Studiengruppen geschaffen, an den Ausbildungskonzepten und dem Fachwissen der Fechtfabrik zu profitieren. Das Förderprogramm „Franchising“ wurde im Dezember 2018 ins Leben gerufen. Kurze Zeit später hatten sich bereits zwei Fechtgruppen angeschlossen:

  • Die Fechtgruppe „Meisterhauw“ aus Erlangen
  • Die Fechtgruppe um Benny Fabian aus der Wetterau (Ortenberg)

Im Jahr 2018 werden wir mindestens 10 Seminare in Frankfurt halten, in mindestens acht verschiedenen Ländern rund ein Dutzend Workshops und Seminare durchführen, mindestens drei VHS Kurse halten. Wir werden über 100 Artikel für die Blogs verfassen, etliche Broschüren verfassen (manche allerdings nur für den Marxbrüder internen Gebrauch), und die Ausbildungskonzepte vertiefen und detailliert ausarbeiten.

Organisatorisch wird sich auch noch einiges tun. Wir haben weitere Abteilungen, Fechtschulen und Veranstaltungen in Aussicht.

Einladung zum Mitmachen

Wir wünschen uns viele Menschen, die begeistert mit uns diesen Weg gehen wollen. Du bist herzlich eingeladen dazu. Sende uns eine kurze Nachricht:

Nachricht an die Fechtfabrik

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