Unsere Instruktoren

An der Fechtfabrik unterrichtet nicht ein Verein oder eine Schule, sondern Personen mit langer Erfahrung und hohem Wissensstand. Dies sind unsere Experten in Historischer Fechtkunst und die Autoren unserer Fachartikel:

Richard A. Cole

Richard ist Gründungsmitglied und des eingetragenen Vereins Neue Marxbrüder und unser fest angestellter Trainer. Er leitet die Abteilung “Frankfurter Fechtschule” der Marxbrüder.

Schon in den 1970’er Jahren entwickelte Richard ein Interesse für das Fechten mit Blankwaffen. Dies führte ihn 1987 zum Studium des Taiji Quan, einer Kampfkunst, die sich noch heute durch einen sehr hohen Anteil an Blankwaffen auszeichnet.

Nach einem langen Weg durch viele fernöstliche Kampfkünste kam Richard 2004 zum Historischen Fechten im Verein Zornhau e.V. Durch die Berührung mit historischer Kampfkunst aus dem deutschsprachigen Raum wurde ihm bewusst, das sich hier ein bis dato unbekanntes Forschungsgebiet auftat. Seitdem entschlüsselt Richard die reichhaltingen Quellen und legt die Kampfkunst buchstabengetreu aus.

Von 2007 bis 2018 leitete Richard die Fechtschule Stahl auf Stahl. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag vor allem die Erforschung der historischen Fechtkunst im deutschsprachigen und chinesischen Raum. Sein Hauptinteresse ist die Entstehung und Geschichte der Kampfkunst in den uns überlieferten Fechtbüchern in Deutschland und China unter dem Gesichtspunkt der philosophischen Anthropologie und der sieben freien Künste (Grammatik, Rhetorik, Logik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astrologie).

Richard unterrichtet alle historisch bekannten Blankwaffen sowie Ringen aus den Fechtbüchern des deutschsprachigem Raumes, sowie Taijiquan mit allem Blankwaffen und dem waffenlosen Nahkampf. Darüber hinaus unterrichtet Richard ein modernes System für Selbstverteidigung, kurz MSV genannt.

Heiko Zentner

Heiko ist Assistenztrainer des eingetragenen Vereins Neue Marxbrüder und leitet seit 2019 das Grundlagentraining. Hier investiert er viel Energie in die Entwicklung der Körperstruktur der Fechter. Seinen Weg in die Kampfkunst begann Heiko während seiner Studienzeit mit Tae Kwon Do. Er wechselt dann zu Hap Ki Do,  das er lange Jahre trainierte.

Durch sein Interesse an europäischer Geschichte und dem Blankbogenschießen wuchs alsbald der Wunsch sich der europäischen Fechtweise anzunehmen. Diesen Wunsch erfüllte er sich im regelmäßigen Training bei Stahl auf Stahl (unter Richard Cole) seit 2009. Bereits seit 2012 übernahm er immer wieder gerne das Anleiten neuer Fechter mit den ersten Grundlagen im Langen Schwert. Daraus hat sich seine heutige Trainerposition successive entwickelt.

Sein Fokus liegt weiterhin auf dem langen Schwert. Doch um ein hinreichendes Grundlagen-Trainingskonzept überhaupt entwickeln zu können, benötigt es für sein Verständnis auch den hinreichenden Umgang mit dem langen Messer sowie Buckler und Schwert. Auch der Umgang mit dem Scheibendolch sowie der halben Stange sind ihm geläufig.

Heiko ist neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit auch als ausgebildeter Life-Coach und Wellness Masseur tätig. Somit sind seine “Schützlinge” im Training,  psychologisch wie auch physiologisch bestens betreut.

Sein Wahlspruch für das Training ist: “Kontrolle ist wichtiger als Kraft und Geschwindigkeit; übt langsam und präzise, der Rest kommt von ganz alleine!”.

Jens P. Kleinau

Jens ist Gründer und Vorsitzender im eingetragenen Verein Neue Marxbrüder und der Lehrer für einhändige Waffen bei Zornhau e.V., in Deutschland. Er ist stellvertretender Leiter der Frankfurter Abteilung und Assistenztrainer.

Sein Weg in die Kampfkunst und den Kampfsport begann im Jahr 1973 mit Soprtfechten. Seitdem studierte er verschiedene Kampfsportarten mit ein paar Pausen (meist aufgrund von Verletzungen, die sich aus dieser Art von Freizeitbeschäftigung ergeben). Seine Schwerpunkte waren Fechten und Shotokan Karate, und sind immer noch Wing Chun und historische Kampfkunst, und zuletzt neu hinzugekommen Taijiquan. Er ist Mitglied von Zornhau seit 2005 und unterichtet dort seit 2007. Im Jahr 2013 gründete er den Verein Neue Marxbrüder in Frankfurt. Er ist ein gefragter Dozent bei internationalen Veranstaltungen oder Workshops. Seine Lieblingsunterrichtsfächer sind Langes Messer, Schwert und Schild, sowie Schild und Speer

Jens erforscht, transkribiert, übersetzt und interpretiert die mittelalterlichen Kampfbücher und veröffentlicht Ergebnisse auch international auf talhoffer.wordpress.com.  Anfang 2018 erhielt er die Auszeichnung als Bester Instruktor des renommierten HEMA Scholar Awards.

Akademische Publikationen und Beiträge sind:

  • “Visualised motion: iconography of medieval and renaissance fencing books”, Late Medieval and Early Modern Fight Books, eds. Timothy Dawson, Daniel Jacquet, and Karin Verelst. Leiden: Brill, Juni 2016.
  • “Hans Talhoffer and case of Wilhelm von Villenbach. Trade and justice in the first quarter of the 15th century“, L’art du combat d’après Hans Talhoffer 1448-1467, 27 april 2015, University of Geneva

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